Die Gesichtsformen – Wie schminke ich mein Gesicht typgerecht – Teil 6 und 7

Das hexagonale Gesicht

Das hexagonale Gesicht oder auch diamantenförmige Gesicht ähnelt dem ovalen Gesicht, besitzt jedoch deutliche Ecken an der Stirn und Kinn. Die breiteste Zone ist, wie bei dem ovalen Gesicht die mittlere Zone, d. h. die Wangenpartie. Zone  1 und Zone 3 wiederrum sind meistens in Breite und Höhe gleich.

Markant für dieses Gesicht sind die hohen Wangenknochen, die relativ typisch sind für die Menschen der östlichen Länder (z. B. Russland).

Modellieren:

Ans den Merkmalen des hexagonalen Gesichts lässt sich die Methode für das Auftragen des Rouge schnell ableiten. Ecken und Kanten an Stirn und Kinn werden, wie bei dem eckigen und quadratischen Gesucht auch, mit dunklem Puder oder Rouge abgerundet. Bei den Wangenknochen orientieren wir uns an dem ovalen Gesicht, d. h. je nach dem, was bewirkt werden soll, setzen wir entweder helles oder dunkleres Rouge direkt auf die Wangenknochen.

Das trapezförmige Gesicht

Diese Gesichtsform wird auch birnenförmiges  Gesicht oder umgekehrtes Dreieck genannt. Daraus lassen sich dann auch die wichtigsten Merkmale dieser Gesichtsform entsprechend ableiten. Die breiteste Zone ist hier die Zone 3, die optisch sehr kastenförmig durch die Ecken an der Kinnpartie  wirkt. Zur Stirn hin verjüngt sich das Gesicht, das bedeutet die schmalste Zone ist die Zone 1, jedoch kann die Höhe der einzelnen Zonen verschieden sein.

Diese Gesichtsform ist relativ selten. Markant für dieses Gesicht auf Grund der breiten 3. Zone ist auch ein dem entsprechend breiter Mund. Ratsam ist es, bei einem stark ausgeprägten trapezförmigen Gesicht besonders die Augenpartie hervorzuheben, um von der breiten 3.Zone abzulenken.

Modellieren:

Am Wichtigsten ist hier die Kinnpartie, die seitlich durch dunklen Puder abschattiert werden muss. Das Wangenrouge wird seitlich unter das Jochbein in Richtung Kieferknochen aufgetragen um dem Gesicht eine weichere Kontur zu geben. Am Haaransatz kann auch etwas abgedunkelt werden, falls die Stirn zu  spitz erscheinen  sollte.

Die Gesichtsformen – Wie schminke ich mein Gesicht typgerecht? – Teil 5

Das quadratische Gesicht

Das quadratische Gesicht gehört mit in die Gruppe der eckigen Gesichter, d. h. auch hier finden wir deutliche Ecken an Stirn und Kinn. Auch diese  Ecken sind wie bei dem eckigen Gesicht durch gerade Seitenpartien verbunden. Den Unterschied bei dem quadratischen Gesicht erkennt man an der Höhe der einzelnen Zonen. Bei dem quadratischen Gesicht ist die mittlere bzw. zweite Gesichtszone (von der Nasenwurzel bis zu der Nasenspitze) verkürzt, Zone 1 (von dem Haaransatz bis zu der Nasenwurzel) und Zone 3 (von der Nasenspitze bis zu dem Kinn) sind gleich lang.

Dieses quadratische Gesicht wirkt auf den Betrachter oft sehr kindlich, da durch die verkleinerte mittlere Zone, die Nase oft relativ klein ist. Die Augen und der Mund sind proportional, das heißt, passend zu ihrer Zone, wirken durch das verkürzte Gesicht aber größer. Typisch für ein quadratisches Gesicht ist ein sogenanntes stumpfes Kinn, mit einem Mund, der etwas breit wirkt.

Modellieren:

Bei dem Modellieren gehen wir bei dem quadratischen Gesicht ähnlich vor wie bei dem eckigen Gesicht. Das Rouge wird von der Mitte der Wange in spitzer Form zur Schläfe hin verteilt. Die kräftige Kinnpartie des quadratischen Gesichts wird seitlich durch dunkles Rouge abschattiert, um das quadratische Gesicht optisch schmaler wirken zu lassen. Die Augenbrauen sollten im Ansatz breit sein und zur Schläfe hin möglichst mit einem aufwärts Schwung schmaler werden.

Die Gesichtsformen – Wie schminke ich mein Gesicht typgerecht – Teil 4

Das dreieckige Gesicht

Bei dem Dreieck ist die Kinnpartie stark verlängert, es ergibt sich ein pointiertes, manchmal sogar ein regelrecht spitzes Kinn. Das Gesicht wirkt durch die auffallende Länge hager und hat eine breite, große Stirn. Dadurch entsteht ein optisches Ungleichgewicht: Die obere Gesichtshälfte hat mehr Fläche als die untere. Die Zone 1 (vom Haaransatz bis zur Nasenwurzel) ist die breiteste, wobei die Höhe der einzelnen Zonen wieder verschieden sein können. Das Gesicht wird nach unten hin schmaler (auch Herzform genannt).

Typisch für das dreieckige Gesicht ist ein breiter Mund mit relativ dünnen Lippen und gerade stehenden, schmalen Augen (Beispiel: Julia Roberts).

Modellieren:

Thomas Siepmann/pixelio.de

Das Gesicht soll weicher und runder geschminkt werden. Eine zu große Stirn kann durch Abschattieren mit Rouge oder Bräunungspuder an Dominanz verlieren. Mit Wangenrouge muss man hier vorsichtig umgehen. Es ist bei dieser Form des Gesichts am schwierigsten eine optimale Rougeform zu finden. Das Gesicht wirkt ungeschminkt sehr markant, das spitze Kinn fällt sofort ins Auge. Mit Rouge wird diese Härte korrigiert. So wird das Rouge auf der breitesten Stelle des Wangenknochens platziert und läuft von dort weich nach unten aus, so dass es unter dem äußeren Augenwinkel endet. Wichtig ist es auch die breite Partie am oberen Kopf abzuschattieren. Mit einem kleinen Farbrest werden die Ecken der Stirn abgedeckt. Das Rouge darf dabei ruhig bis in den Haaransatz hinein verlaufen. Das Ergebnis ist ein Gesicht, das sich in der Form stark am klassischen, ovalen Gesicht orientiert. Bei dem dreieckigen Gesicht sollte man Rouge nie seitlich am Wangenknochen platzieren und von dort aus weit nach unten ziehen. Das Gesicht verschmälert sich sonst und wirkt hager.

Die Gesichtsformen – Wie schminke ich mein Gesicht typgerecht? – Teil 3

F.H.Me./pixelio.de

Das runde Gesicht:

Auffallend sind bei dem runden Geuscht die breiten Flächen. Eigentlich liegt ihm eine verbreiterte ovale oder eckige Form zu Grunde, die aber duch die vorhanden Fülle zugedeckt ist. Die Höhe und Breite der einzelnen Zonen ist ziemlich gleich. Es wirkt wie ein Kreis oder Mond, es hat keine Kanten.

(kurzer Exkurs: Zone 1 => vom Haaransatz bis zur Nasenwurzel; Zone 2 => von der Nasenwurzel zur Nasenspitze; Zone 3 => von der Nasenspitze bis zum Kinnende)

Typisch für ein rundes Gesicht ist ein volle Wangenpartie. Der Mund ist oft zu wenig definiert, das heiß, man muss ihm mit dem Lippen – Make – up eine exakte Kontur geben. Die Augen sind häufig zu klein und werden zusätzlich durch Überlider optisch „gedrückt“. Auch die Nase ist manchmal sehr rund ausgeprägt.

Modellieren:

 Dem Geischt muss Struktur verliehen werden, damit es härter und klarer wird. Ein geometrischer Aufbau überspielt die Fülle. Dazu sollte man die Augenbrauen betonen und beim Augen – Make – up vorwiegend Linien – wie Eyeliner – und nicht Flächen – wie Lidschatten – verwenden. Ein Muss: der geschminkte Mund in einer definierten Form.

berwis/pixelio.de

Rouge, das zum Formen und Strukturieren verwendet wird, darf keine Glanzpartikel enthalten. In ihnen würde sich Licht fangen und die runden Formen des Gesichtes zusätzlich betonen. Gut geeignet dagegen ist matter Bräunungspuder, der vor allem bei leicht vorgebräunter Haut sehr natürlich wirkt. Mit einem kleinen Pinsel wird auf Ohrenhöhe an der Kontur des Gesichts angesetzt und das Rouge von dort aus bis zum Mundwinkel hin, seitlich in Dreiecksform an Wangenknochen eintlang aufgetragen. Kurze, gestrichelte Bewegungen sorgen für weiche Übergänge der Farbe zur Haut. Anschließend wird die engste Stelle zwischen Augenbraue und Haaransatz abschattiert. Diese hell-dunklen Kontraste lassen ein rundes Gesicht markanter und damit interessanter wirken. Ein so strukturiertes Gesicht ist die beste Vorraussetzung füe ein perfektes Make – up.

Die Gesichtsformen – Wie schminke ich mein Gesicht typgerecht? – Teil 1

Es gibt die verschiedensten Gesichter und Formen. Um ein hübsches Make – up aufzutragen, sollte man zunächst das eigene Gesicht genau betrachten. Was finde ich schön an mir? Sind die Augen besonders schön oder vielleicht der Mund. Das sind die Gesichtspartien, die besonders hervorgehoben werden sollten.Wo gibt es Nachteile? Ist meine Oberlippe viel kleiner als die Unterlippe? Wie könnte ich das kaschieren? Viel häufiger scheitert es allerdings daran, dass die Gesichtsformen nicht optimal betont werden. Denn mit einer falschen Schattierung durch zum Beispiel Rouge kann ein Gesicht sehr unvorteilhaft wirken. Das hier ist eine Reihe von Gesichtsformen und wie man sie am besten betont und was man möglichst vermeiden sollte.

Claudia Hautumm/pixelio.de

Teil 1

Das ovale Gesicht: Die breiteste Stelle der Gesichtskontur ist der Wangenknochen. Er sitzt on der Mitte des Gesichtes. Von dort aus verjüngt sich das Gesicht nach oben und unten. Das heißt, das Gesicht verläuft in einer weicher werdenden Rundung an der Stirn und ebenso zum Kinn hin. Die untere Hälfte ist dabei länger als die obere.

Den harmonischen äußeren Linien entspricht häufig ein ausgeglichenes Inneres: Große Augen, ihr Abstand ist weder zu groß noch zu klein, die Augenlider sind gut zu sehen. Die Nase hat eine angenehme Größe, das heißt, sie wirken proportional passend. Der Mund ist meist gut ausgeprägt und weist eine gut gezeichnete Kontur auf. Wer diese idealen Formen hat, wird auch mit einem weniger gelungenen Make-up immer perfekt aussehen. Es ist in der Regel unnötig, durch Tricks die ein oder andere Stelle zu  betonen, um von eventuellen Schwächen abzulenken.

Modellieren: Bei diesem Gesicht kann man sich aussuchen, ob es natürlich und frisch oder glamourös und extravagant wirken soll. Setzt man das Rouge flächig und weich direkt aufden Wangenknochen erzielt man ein jugendlich, frisches Aussehen. Hagere Gesichter können so optisch aufgefüllt werden. Zum Auffrischen sollten helle, leichte Farben verwendet werden. Wird das Rouge seitlich plaziert, also an der Stelle, wo sich der Wangenknochen nach innen neigt, wirkt das Gesicht definierter und hat mehr Power. Dieser extravagante Look ist vor allem für das Abend Make – up geeignet. Das Gesicht wird am besten mit kräftigen, farbintensiven Tönen geschminkt.

Rainer Sturm/pixelio.de

Tipp: Benutzen Sie bei flächigem Rouge einen großen Pinsel, bei der kantigen Version eher einen kleinen, evtl. angeschrägten Pinsel. Das Resultat lässt sich leichter kontrollieren bzw. korrigieren.