
Jeder Mensch hat einen eigenen Hauttyp. Danach entscheidet es sich, wie die eigene Haut im Gesicht, am Hals und Dekolleté am optimalsten gepflegt werden sollte. Viele wissen jedoch gar nicht genau welchen Hauttyp sie haben und ordnen sich einfach in die Kategorie Mischhaut oder Trockene Haut ein. Das trifft zwar tatsächlich auf 80% der deutschen Bevölkerung zu, doch ist diese eigene subjektive Einschätzung in den meisten Fällen sehr ungenau und manchmal auch falsch. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Hautzustände. Man unterscheidet zwischen dem normalen Hautzustand (Fachbegriff: Intermediärer Hautzustand), dem feuchtigkeitsarmen Hautzustand, dem trockenen Hautzustand (Fachbegriff: Sebostase), dem öligen Hautzustand (Fachbegriff: Seborrhoe Oleosa), dem fett – trockenen Hautzustand (Fachbegriff: Seborrhoe Sicca) und der Altershaut (Fachbegriff: Atrophischer Hautzustand).
Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die auf den Hautzustand eines Jeden einwirken. Manche dieser Faktoren kann man selbst sowohl negativ, als auch positiv beeinflussen. Andere allerdings muss man einfach akzeptieren. Die Einflussfaktoren werden in zwei Kategorien eingeteilt: Endogen, von innen heraus und exogen, Einflüsse von außen.
Endogene Einflüsse
Die Genetische Veranlagung eines jeden Menschen beeinflusst den Hautzustand am meisten. Haben Vater und Mutter beide eine schöne, normale Haut, kann man sich glücklich schätzen und annehmen den gleichen Hautzustand aufzuweisen. Doch das Prinzip funktioniert natürlich ebenso bei einer öligen Haut. An diesem Einflussfaktor kann man nichts ändern, lediglich durch Anwendung geeigneter Präparate gegen eventuell auftretende und unangenehme Hauterscheinungen arbeiten. Ein weiterer Faktor, der den Hautzustand entscheidend beeinflusst sind die Hormone. Bestimmte Hormone im Körper, vor allen Dingen das Testosteron, aber manchmal auch Östrogen und Progesteron begünstigen Hautunreinheiten. Aber auch das Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird, nämlich Kortisol, kann Unreinheiten hervorrufen und die Entzündungsbereitschaft des Körpers enorm erhöhen. Viele Frauen haben also das Gefühl kurz vor dem Einsetzen der Menstruation oder währenddessen vermehrt zu Hautunreinheiten zu neigen. Das ist ganz normal, sagt aber nicht unbedingt etwas über den tatsächlichen Hautzustand aus. Neben der Genetik und den Hormonen spielt auch die Biologische Hautalterung eine Rolle. Jeder Mensch altert früher oder später. Der letzte endogene Einflussfaktor sind Krankheiten. Neurodermitis, Psoriasis, Diabetes mellitus und auch eine Niereninsuffizienz beeinflussen das Hautbild negativ.
Exogene Einflussfaktoren
Wahrscheinlich einer der entscheidendsten exogenen Einflussfaktoren sind Klima und Umwelt. Damit sind Hitze, Kälte, Luftfeuchtigkeit und das Einwirken von UV – Strahlen gemeint. Eine Haut, die häufig und vor allen Dingen ungeschützt der Sonne ausgesetzt war, wird höchstwahrscheinlich sehr früh altern und trocknet durch die Strahlen schneller aus. Sehr wahrscheinlich haben die meisten Menschen im Sommer auch mehr Unreinheiten als im Winter. Durch die Hitze scheidet der Körper mehr Fett und Feuchtigkeit aus. Der nächste Punkt ist die bereits angesprochene lichtbedingte Hautalterung. Danach folgen chemische Einflüsse. Zu aggressive Reinigungsmittel oder übermäßiges Waschen können die Haut enorm schädigen. Das fängt tatsächlich schon damit an eine nicht dem Hauttyp entsprechende Lotion zum Abschminken zu benutzen. Auch therapeutische Maßnahmen beeinflussen den Hautzustand. Manche Medikamente wirken stark komedogen und verursachen demnach eine unreine Haut, manche beeinflussen das Hautbild auch positiv. Dazu zählt beispielsweise „die Pille“. Der letzte exogene Einflussfaktor ist ebenfalls sehr entscheidend für ein schönes Hautbild: die Ernährung. Durch eine unausgewogene Ernährung produziert der Körper mehr Unreinheiten oder neigt dazu vermehrt auszutrocknen. Eine ausgewogene Ernährung hingegen unterstützt ein schönes Hautbild.