Unterschiede der Haut
Wie oft haben Sie nicht schon von einer Frau gehört: ‚Oh, es ist so kalt!‘ Woran liegt es, dass die Frau viel schneller friert als der Mann? Dabei haben doch die Frauen mehr Fettgewebe als die Männer und müssten somit kälteresistenter sein. Nein, der Unterschied liegt an der Haut.
Die Haut
Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten. Der Oberhaut ( Epidermis ), der Lederhaut ( Dermis ) und der Unterhaut ( Subcutis ). Über der Oberhaut befindet sich noch, je nach Körperregion mehr oder weniger dick, die Hornschicht. Unsere Haut hat verschiedene Funktionen, zum einen passive und zum anderen aktive Funktionen.
Passive Funktionen
Passive Funktionen meint, dass die Funktionen gegeben sind ohne, dass die Haut in irgendeiner Art und Weise aktiv wird. Das ist zum Beispiel der Schutz vor Kälte, Hitze und UV – Strahlen, der Schutz vor Druck und Stoß, der Schutz vor Einwirkung chemischer Substanzen und der Schutz vor Eindringen vor Keimen.
Aktive Funktionen
Nun muss die Haut selbst etwas tun. Sie wehrt in die Haut eingedrungene Mikroorganismen ab, scheidet Schweiß aus ( Kühlfunktion ), sie produziert einen Oberflächenfilm aus Talg, Schweiß und Horn, auch als Säureschutzmantel bekannt und sie empfindet Druck, Schmerz, Hitze oder Kälte.
Die weibliche Haut hat eine viel dünnere Epidermis, was auch das unterschiedliche Empfinden der Temperatur erklärt, die weibliche Haut ist heller, das bei der Frau weniger Farbpigmente als bei dem Mann ausgebildet werden. Ein glücklicher Faktor ist die geringere Talgproduktion bei der Frau, weshalb zum Beispiel auch Akne weniger ausgeprägt verläuft. Frauen produzieren auch aufgrund von weniger Schweißdrüsen logischerweise weniger Schweiß. Der Mann kommt seiner natürlichen Funktion nach und ‚versprüht‘ seinen Duft, durch den die Damen angezogen werden sollen oder er ‚stinkt‘ ganz einafch mehr. Der mann hat eine dickere Dermis und eine andere Vernetzungsstruktur des Gewebes. Die Dermis der Frau ist demnach viel dünner, hat mehr elastische Fasern, aber eine schwächere Vernetzung. Das erklärt ein viel häufigeres Cellulite – Vorkommen bei Frauen. Allerdings könnte die männliche Haut keine Extremdehnung, wie bei einer Schwangerschaft, vertragen. Die Frau bildet leider auch eher Falten aus als der Mann, dabei ist die Faltenbildung des Mannes aber tiefer. Als letztes Merkmal ist die Frau in der Regel viel weniger behaart als der Mann.
Sowohl die männliche als auch die weibliche Haut haben Vor- und Nachteile. Wenn man sich allerdings genauer damit beschäftigt, stellt man fest, dass selbst die Haut perfekt auf die Rollen des Lebens von Mann und Frau abgestimmt sind, wie zum Beispiel das schwächere Bindegewebe.
Katrin Weyermann Bötschi / pixelio.de